Eine weitere fragliche Lücke im iPhone ist gefunden. Wenn eine Applikation beendet wird (via Homebutton), schliesst sich diese mittels Verkleinerung (App verschwindet auf dem Screen). Dazu macht das iPhone automatisch ein Screenshot. Natürlich wird dieser nur im Zwischenspeicher abgelegt. Mit grossem Aufwand sei es jedoch möglich, diese Screenshots wieder hervorzurufen.
Spiegel: "Wenn nicht großer Aufwand betrieben wird, sind gelöschte Daten selten wirklich weg. Experten können sie mit den entsprechenden Werkzeugen oft wiederherstellen. Das gilt auch für alte Festplatten, weshalb viele Fachleute raten, nicht mehr genutzte Speichermedien physisch zu zerstören - um sicherzustellen, dass sie niemand aus dem Elektromüll klaubt und darauf gespeicherte Daten wiederherstellt."
Offenbar wurde dies schon zur Aufdeckung krimineller Machenschaften verwendet. Wen dem so ist, haben wir hier klar einen Verstoss gegen den Datenschutz.
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2008-09-12
Fraglich: iPhone is watching you!
2008-09-01
Apple kündigt Patch für iPhone-Sicherheitslücke an
Apple hat noch für diesen Monat ein Sicherheitsupdate für das iPhone und den iPod Touch angekündigt. Das Unternehmen will damit eine Schwachstelle beseitigen, die Unbefugten trotz aktiviertem Passwortschutz das Auslesen beliebiger gespeicherter Daten ermöglicht.
"Das Sicherheitsproblem, das letzte Woche bekannt geworden ist, wird mit einem Softwareupdate im September behoben", schrieb die Apple-Sprecherin Jennifer Bowcock in einer E-Mail an Macworld. Zudem empfahl sie allen iPhone-Besitzern, die Funktion der Home-Taste bis zum Erscheinen des Patches zu ändern, damit beim Betätigen des Knopfes die Passwortabfrage statt des Favoritenmenüs angezeigt werde.
Ein Nutzer des MacRumors-Forums hatte Ende vergangener Woche einen einfachen Weg gefunden, um den Passwortschutz eines iPhones mit installierter Firmwareversion 2.0.2 auszuhebeln. Durch einen Softwarefehler kann nach betätigen der Notruftaste sowie zweimaligem Drücken des Home-Buttons das Favoritenmenü ohne Eingabe eines Passwortes aufgerufen werden.
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2008-08-27
Passwortschutz dank Sicherheitslücke wirkungslos
Handys sind keine bloßen Telefone mehr sondern längst zu mobilen Kommunikationszentralen mutiert. Mit den entsprechenden Risiken: Ein Gerät beispielsweise im Bus liegen zu lassen, auf dem die gesamte private E-Mail-Korrespondenz, Privatfotos und Zugangspasswörter für diverse Webseiten lagern, kann fatal enden. Löblich ist, dass Apple in seine iPhones einen Passwortschutz eingebaut hat, der fremden Zugriff in solchen Fällen verhindern soll. Weniger löblich, dass dieser Passwortschutz mit einem geradezu lachhaften Trick wirkungslos wird.
Die Methode funktioniert mit der aktuellen Firmware-Version 2.0.2 und erlaubt im Idealfall Zugriff auf sämtliche im Adressbuch gespeicherten Kontaktdaten, sowie E-Mails, SMS-Kurznachrichten und den integrierten Safari-Webbrowser. Das war prinzipiell schon vorher möglich, indem man das Telefon jailbreakte oder mit einer speziell präparierten SIM-Karte versah. Die jetzt bekannt gewordene Methode erfordert jedoch keinerlei technischen Aufwand und benötigt nur wenige Sekunden.
Der Trick ist, bei der Eingabe der Passwort-PIN auf den Button für Notrufe zu drücken. Über den "Home"-Knopf des iPhone erreicht man dann bereits das Adressbuch, jeder Eintrag darin kann trotz fehlenden Passworts angerufen werden. Wenn man jetzt einen Kontakt-Eintrag nach rechts slidet, kann man über den Druck auf eine beliebige E-Mail-Adresse Vollzugriff auf die E-Mail-Applikation erlangen. Um das Desaster komplett zu machen: Falls in einer E-Mail ein Link zu einer Website enthalten ist, muss man nur auf diesen Drücken und der Webbrowser startet problemlos.
Diese Lücke macht die Passworteingabe des iPhone praktisch wertlos. Zwar sollte jemand, der viele private und sensible Daten in seinem Handy herum trägt, sich nie der Illusion hingeben, dass es sonderlich schwierig für Kriminelle wäre, an diese zu gelangen, jedoch hat die Methode eine neue Qualität. Da nützen auch die Tipps der Apple-Fans in den Gizmodo-Kommentaren mit dem Tenor "Lass dein Handy halt nicht herumliegen" nichts - Handys gehen schlicht hin und wieder verloren oder werden gestohlen. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass das iPhone auch immer mehr begeisterte Anhänger im Businessbereich findet, sollte Apple schleunigst den bereits jetzt angekündigten Patch in Form eines Firmware-Updates nachreichen. Der Imageschaden indes dürfte bereits jetzt immens sein.
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2008-08-03
SIM-Lock-Entfernen ist kompliziert
Viele Besitzer des trendigen iPhone von Apple möchten ihr Gerät freischalten und dadurch den SIM-Lock entfernen. Das ist laut diversen Berichten im Netz offenbar mit einem neuen Tool möglich, wobei dadurch die Verwendung des iPhones in nicht dafür vorgesehenen Netzen Wirklichkeit wird. Das Apple-Smartphone lässt sich allerdings nur relativ kompliziert freischalten, weshalb solche Eingriffe in das System des Handys grundsätzlich nur von erfahrenen Personen durchgeführt werden dürfen. Außerdem erlischt auf diese illegale Weise die Garantie bzw. Gewährleistung des Herstellers oder Netzbetreibers, bei dem das iPhone gekauft wurde.
Die Firmware 1.4 des iPhone 2G kann überschrieben werden und dadurch gibt es die Möglichkeit, gewisse Funktionen des Telefons zu deaktiveren oder bisher nicht installierbare Software (etwa Exchange) auf das Gerät zu holen. Schlecht sieht es allerdings noch für Besitzer des iPhone 3G mit UMTS-Technik aus: Dieses ist bislang (noch) nicht für die breite Masse der User zu entsperren.
Passt man die Firmware vor der Installation auf dem Handy mit WinPwn an seine Bedürfnisse an, lässt sich auch die aktuelle Firmware wieder mit Karten von Base oder O2 nutzen. Mit dem neuen iPhone 3G klappt das noch nicht: Seine neue Sim-Sperre für UMTS-Netze ist noch nicht geknackt. Berichten zufolge gibt es zwar vereinzelt bereits entsperrte UMTS-iPhones - doch das Entsperren ist noch nicht massentauglich.
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2008-07-24
Sicherheitsleck im iPhone 3G und im iPod touch
Im iPhone 3G und dem iPod touch mit alter und neuer Firmware steckt ein Sicherheitsleck. Angreifer können darüber Phishing-Angriffe durchführen und so an Zugangsdaten für Onlinebanking oder Shopping-Angebote gelangen. Bislang hat Apple das Sicherheitsloch nicht geschlossen.
Der Sicherheitsspezialist Aviv Raff hat das Sicherheitsleck gefunden und Apple nach eigenen Angaben darüber informiert. Derzeit werde das Problem untersucht. Bis ein Firmware-Update verteilt wird, will Raff keine weiteren Details dazu an die Öffentlichkeit geben.
Daher ist derzeit nur bekannt, dass das Sicherheitsleck im Zusammenspiel mit dem E-Mail-Client und dem Safari-Browser im iPhone und iPod touch auftritt. Erhält ein Opfer eine E-Mail mit einer manipulierten URL und öffnet diese im Safari-Browser auf dem mobilen Begleiter, kann das Sicherheitsloch ausgenutzt werden. Das Sicherheitsleck wurde für die iPhone-Firmware in den Versionen 1.1.4 sowie 2.0 bestätigt. Möglicherweise sind aber auch ältere Firmware-Ausführungen davon betroffen.
Derzeit ist vollkommen unklar, wann Apple diesen Fehler in der Firmware für das iPhone und den iPod touch korrigieren wird. Als Abhilfe bleibt derzeit nur, keine URLs in Safari zu öffnen, die man per E-Mail erhalten hat.
Als weiteren Fehler hat Raff entdeckt, dass ein Strukturfehler in der E-Mail-Applikation der iPhone-Firmware Spam-Wellen begünstigt. Nutzer könnten dadurch besonders viele Spam-E-Mails erhalten. Auch in dem Fall ist nicht bekannt, wann Apple diesen Fehler beseitigen wird.
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2008-07-21
Erste Antivirensoftware für iPhone veröffentlicht
Das französische Sicherheitsunternehmen Intego bietet nach eigenen Angaben die erste Antivirensoftware für das iPhone an. Die in der letzten Woche vorgestellte Version seiner Software Virus Barrier X5 10.5.3 für Mac OS X kann auch ein iPhone oder einen iPod Touch nach Schadsoftware durchsuchen. Virus Barrier X5 wird allerdings nicht auf dem mobilen Gerät installiert. Der Scan erfolgt von einem Mac-Computer aus, während das iPhone mit dem Rechner verbunden ist. Die auf dem iPhone gespeicherten Dateien werden dafür auf den Mac kopiert und dort nach Schädlingen durchsucht.
"Mit der Veröffentlichung der iPhone-Software 2.0, die die Installation von mit Apples Software Development Kit (SDK) entwickelten Anwendungen ermöglicht, steigt auch das Risiko, Schadprogramme zu installieren", erklärte Laurent Marteau, CEO von Intego. "Es ist wichtig, nicht nur Mac-Nutzer vor Schädlingen zu schützen, sondern auch deren iPhones und iPods abzusichern."
Paul Ducklin, CTO von Sophos Asien, erklärte, die Intego-Software sei kein wirklicher Virenscanner für das iPhone. "Wenn eine Datei zuerst auf einen Computer kopiert werden muss, um sie zu untersuchen, dann wird nicht das mobile Gerät gescannt, und der Schutz greift erst, nachdem der Schädling auf das Gerät gelangt ist", sagte Ducklin. "Der Scanner kann nur dann verhindern, dass ein Schädling auf das iPhone kommt, wenn man eine Anwendung zuerst auf seinen Computer lädt und der Virenwächter sie dort scannen kann, bevor sie auf dem iPhone installiert wird."
Bisher wurde erst ein Schädling für das iPhone gesichtet, der sich im Januar als vermeintliches Firmware-Update getarnt hatte. Die Bedrohungsrate für Mac OS X, das in abgewandelter Form auch auf dem iPhone und dem iPod Touch eingesetzt wird, ist relativ gering. Die meisten Anbieter von Antivirenprogrammen für Mac OS X listen weniger als 100 bekannte Schädlinge auf.
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2008-07-07
Google Talk fürs iPhone
Ein weiterer Google-Dienst hat seinen Weg aufs iPhone gefunden. Ruft man dort oder auf einem iPod Touch die Adresse google.com/talk im Browser auf, dann erscheint eine fürs iPhone angepasste Version. Durch die großen Schaltflächen lässt sich Google Talk leicht mit dem Daumen bedienen. Allerdings fehlen auch ein paar Funktionen.
Anders als in der Desktop-Version werden die unterschiedlichen Gespräche nicht in Tabs angezeigt. Gruppenchats sind auch nicht möglich. Es lassen sich keine neuen Kontakte hinzufügen oder Mails versenden. Wechselt man im Safari-Browser das Fenster, so wird man bereits auf "unavailable" gestellt.
Nur ein Zwischenschritt
Eine solch unvollständige Version kann nur ein Zwischenschritt sein. Zudem wird es in wenigen Tagen möglich sein, Programme auf dem iPhone zu installieren. Diese dürfen zwar nicht im Hintergrund laufen, was Chat-Programme stark einschränkt. Apple kann einzelne Programme aber auch wieder aufwecken, wenn eine neue Nachricht eintrifft.
Google dürfte jedoch zuerst andere Dienste als installierbares Programm auf das iPhone bringen.
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Seit Monaten offenes Sicherheitsloch in der iPhone-Firmware
In der iPhone-Firmware befinden sich zahlreiche Sicherheitslücken, die in den vergangenen Monaten nicht beseitigt wurden. Das kritisiert ein Sicherheitsexperte. Das letzte Firmware-Upgrade stammt vom Februar 2008. Mit einer Schadsoftware ist es möglich, auf vertrauliche iPhone-Daten zuzugreifen und sogar Telefonate zu führen.
Auf dem iPhone setzt Apple eine Miniversion von MacOS X ein, so dass sich Sicherheitslecks auch in der iPhone-Firmware wiederfinden können, die in der Desktopausführung von MacOS X gefunden und mittlerweile beseitigt wurden. In der iPhone-Firmware wurden diese Sicherheitslöcher der vergangenen Monate hingegen noch nicht beseitigt, kritisierte der Sicherheitsexperte Charlie Miller in der Washington Post.
Unter anderem steckt in der iPhone-Ausführung von Safari das Sicherheitsleck vom März 2008, über das ein MacBook Air in einem Hacker-Wettbewerb nach gerade mal zwei Minuten gehackt wurde. Angreifer können darüber Zugriff auf das System erhalten, der betreffende Fehler wurde von Apple im April 2008 mit einem Safari-Update beseitigt. Nach Millers Aussagen findet sich dieses Sicherheitsleck auch im iPhone, so dass Angreifer diesen Fehler ausnutzen können, weil Apple seit vier Monaten kein Firmware-Upgrade mehr für das iPhone veröffentlicht hat.
Der Sicherheitsexperte erklärte, er habe eine Schadsoftware geschrieben, die genau dieses Sicherheitsleck ausnutzt. Darüber kann er auf einem iPhone auf das Adressbuch, die Anrufliste sowie die Kurzmitteilungen zugreifen und so an vertrauliche Daten gelangen. Aber auch das Telefonieren ist darüber möglich. Der Angreifer muss ein Opfer nur zum Öffnen eines entsprechenden Links im Safari-Browser bringen.
"Apple sollte auch die iPhone-Software so aktualisieren, wie sie es für das Basisbetriebssystem tun. Oder aber Apple sollte nicht mehr damit werben, dass das iPhone jede Woche nach Updates sucht", sagte Miller der Zeitung. Er kritisiert, dass ein iPhone-Besitzer davon ausgehe, sein Gerät sei aktuell, weil keine neuen Updates verfügbar sind. "Aber in Wirklichkeit ist der Nutzer nur so sicher, wie er es im Februar 2008 war", bemängelt der Sicherheitsexperte.
Miller geht davon aus, dass auch weitere Sicherheitslecks in der iPhone-Firmware stecken. Denn seit Februar 2008 wurden zahlreiche Sicherheitslücken im Safari-Browser und im Desktop-Betriebssystem geschlossen. Vergleichbare Upgrades für das iPhone hat es bislang aber nicht gegeben. Zum Marktstart des iPhone 3G am 11. Juli 2008 wird ein Upgrade auf die iPhone-Firmware 2.0 erwartet. Möglicherweise werden damit die offenen Sicherheitslecks geschlossen.
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2008-07-01
Spezialversion von iTunes soll iPhone-Unlock verhindern
Wenn das iPhone 3G am 11. Juli in den Handel kommt, muss es sofort beim Kauf aktiviert werden. Eine Nutzung außerhalb der Mobilfunknetze der exklusiven Apple-Vertragspartner soll nicht nur durch die sofortige Freischaltung verhindert werden. Man braucht dafür auch eine Spezialversion von iTunes, die es nur im Laden gibt, und eine besondere Anleitung von Apple.
Apple wendet immer aufwendigere Techniken an, um die Benutzung des iPhone in fremden Handynetzen zu verhindern. Das belegen im Internet veröffentlichte interne Memos der Mobilfunkbetreiber AT&T aus den USA und Rogers aus Kanada, die das iPhone in ihren Ländern exklusiv anbieten. Demnach ist es nicht nur unmöglich, das Geschäft zu verlassen, ohne einen Zweijahresvertrag für das iPhone 3G abzuschließen und das Gerät sofort zu aktivieren. Im Auslieferungszustand ist das iPhone 3G außerdem fast funktionsuntüchtig.
Selbst wenn jemand es schafft, das iPhone 3G an den Verkäufern vorbei aus dem Geschäft zu bringen, kann er es nicht zu Hause aktivieren, wie es beim Vorgängermodell noch möglich war. Dazu braucht es eine spezielle Version von iTunes (7.6.3b4), die es nur im Laden gibt. Mit der offiziellen iTunes-Version 7.6.2, die sich im Internet von der Apple-Website herunterladen lässt, ist die Freischaltung nicht möglich. Die Unlock-Experten unter den iPhone-Enthusiasten fragen sich jetzt, wie sie an die Geheimversion von iTunes herankommen.
Ein Download-Link stand kurze Zeit im Internet, wurde aber wieder deaktiviert. In Suchmaschinen lassen sich Torrent-Files für eine Datei desselben Namens finden, aber ihre Größe entspricht nicht den 102 Megabyte, die das Memo von Rogers angibt. Die Mühe der Suche können die Apple-Fans sich auch sparen, wenn sie ein bisschen warten.
Die nächste offizielle Version von iTunes (7.7) soll pünktlich zum Verkaufsstart des iPhone 3G am 11. Juli veröffentlicht werden und den Aktivierungsmodus für Geschäfte enthalten. Wie man ihn aktivieren kann, das steht schon in den internen Memos von AT&T und Rogers. Dadurch wird es wahrscheinlich wieder nur wenige Tage dauern, bis im Internet kostenlose Software zum bequemen Freischalten des iPhone für andere Netzbetreiber veröffentlicht wird.
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2008-06-25
Analysten: iPhone 3G ist nicht businesstauglich
Während Apple die Businesstauglichkeit seines Smartphone-Modells iPhone 3G betont, stehen Analysten dem skeptisch gegenüber und empfehlen Unternehmen, noch zu warten, bevor sie das es als Endgerät für ihre Mitarbeiter einführen. Jack Gold, Analyst beim US-Beratungsunternehmen J. Gold Associates nennt als Grund einige Einschränkungen des Handys, die es untauglich für den Einsatz im Geschäftsumfeld machen. Als wichtigstes Argument führt er das Fehlen einer nativen Datenverschlüsselung an. Dadurch seien bei Verlust oder Diebstahl alle am Gerät gespeicherten Daten gefährdet.
Des weiteren bemängelt Gold fehlende Einstellungen zum Geräte-Management sowie Enduser-Policies. Firmenrichtlinien wie die verpflichtende Deaktivierung der Kamera könnten nicht umgesetzt werden. Außerdem falle es IT-Verantwortlichen schwer, das Gerät zu verwalten oder Anwendungen zu installieren. Laut Gold ist weder der Weg, Applikationen über den AppStore zu verbreiten, noch die Möglichkeit, Software via iTunes auf das Gerät zu spielen, eine für Unternehmen akzeptable Lösung.
Auch Martin Gutberlet, Mobilfunkexperte bei Gartner, empfiehlt Firmen, mit der Anschaffung des iPhone zumindest so lange zu warten, bis die Software gründlich geprüft ist. "Apple hat mit seinem Konzept die Nutzbarkeit für Endgeräte revolutioniert", so Gutberlet. Jedoch stehe das Unternehmen noch vor einem langen Weg, bevor es sich im Geschäftskundenbereich etablieren könne. "Es geht nicht um ein Handy oder Smartphone allein, sondern um den Gesamtansatz, Firmen mobil zu machen."
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2008-04-17
ETH-Forscher warnen vor unsicherer iPhone-Ortung
ETH-Forscher warnen vor unsicherer iPhone-Ortung
Eine Gruppe von Forscherinnen und Forschern der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich haben am Donnerstag vor Sicherheitsmängeln bei der Lokalisierung mobiler WLAN-Geräte gewarnt. Es sei sehr leicht möglich, die Positionsbestimmung in den neuesten Apple-Modellen von iPhone und iPod zu manipulieren. Dies lasse sich für kriminelle Zwecke missbrauchen, oder im Fall eines Notrufes könne es passieren, dass die Rettungskräfte am falschen Ort suchen würden.
Die Forscher der System Security Gruppe des ETH-Departements Informatik forschten unter der Leitung von Professor Srdjan Capkun in einem Langzeitprojekt über sichere Lokalisierung und Privatsphäre. «Wir waren sehr daran interessiert, die Sicherheit des Wi-Fi Positioning Systems (WPS) der Firma Shyhook zu testen, als Apple im Januar ankündigte, es in ihren Produkten zu verwenden», sagte er laut dem Internet-Informationsdienst ETH-Life. «Die Resultate zeigen deutlich, dass das WPS einfach manipuliert werden kann», fasste er die Ergebnisse zusammen. Es habe sich gezeigt, «dass die Industrie diese Ortungssysteme im derzeitigen Zustand nicht in ihren sicherheitskritischen Anwendungen benutzen kann.» - Der ETH-Life-Beitrag im Wortlaut: http://www.ethlife.ethz.ch/archive_articles/080417_WiFi_location_spoofing/index
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2008-04-15
iPhone und iPod für Angriffe gut geeignet
Forscher der ETH Zürich haben herausgefunden, dass Positionsbestimmungs-Systeme, wie sie seit kurzem im iPhone und iPod touch eingesetzt werden, leicht manipulierbar sind. Das Wi-Fi Positionierungssystem (WPS) zur Positionsbestimmung basiert darauf, WLAN-Basisstationen mit bekanntem Standort in der Umgebung zu finden. Die Datenbank des WPS enthält dabei Informationen über die Standorte von WLAN-Basisstationen überall auf der Welt.
Die Forscher-Gruppe um ETH-Professor Srdjan Capkun manipulierte die Standortbestimmung der Geräte auf zwei Arten: Sie täuschten echte Basisstationen von einem entfernten Ort vor, das heisst ihre Signale wurden imitiert. Zudem wurden die Signale von anderen Basisstationen in der Umgebung des Geräts durch gezielte Störung unterdrückt. Dem angegriffenen Gerät wurde damit vorgegaukelt, es sei am Standort der imitierten Basisstationen. Zum Beispiel zeigte das manipulierte Gerät den Standort New York City an, obwohl es sich eigentlich in Zürich befand.
"Es war relativ einfach für uns das System auszuhebeln. Es ist für mich deshalb klar, dass sich WLAN-basierte Positionierungssysteme für eine Anzahl sicherheitskritischer Anwendungen nicht eignen", so Capkun.
Die Forscher wollen mit der Demonstration dieser einfachen Angriffe auf Positionierungsdienste vor allem das Bewusstsein für Schwachstellen solcher Systeme schärfen.
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