2008-07-27

iPhone doch nicht Business-fit

Auch wenn Apples 3G Iphone mit erweiterten Profi- und Sicherheitsfunktionen nun auch Business-Anwender lockt, raten Analysten wieder zum Abwarten. Die steigende Smartphone-Nutzung verstärkt zugleich die Security-Sorgen. Einige Experten sehen nun die Mobilfunkanbieter in der Pflicht.

Im 500 Anwendungen umfassenden App Store sieht Apple-Boss Steve Jobs ein strategisches Werkzeug für den Erfolg des Iphone. So bringt Oracle ähnlich wie Information Builders oder Pentaho mit dem Business Indicator Analysefunktionen aufs Handy. Allerdings sind für das konkurrierende Windows Mobile schon 18 000 Anwendungen verfügbar.

Analyst Rob Enderle rät CIOs ohnehin, erst einmal bis Herbst abzuwarten. Dann sei der „inoffizielle Beta-Test“ für das Gerät vorüber und die Kinderkrankheiten behoben. Auch Fraunhofer-ESK-Projektleiterin Anne-Kathrin Lange sieht noch Schwächen beim Firmeneinsatz des Iphone: Etwa fehlten, so Lange in einer Berlecon-Analyse, die Funktionen Cut, Copy and Paste, um Texte zwischen E-Mails zu kopieren. Zudem unterstütze Apple beim E-Mail-Push nur Microsofts Exchange – im Gegensatz zum Blackberry, der auch Lotus Domino und Novell Groupwise bedient. Zugleich warnt IBMs Security-Experte Jean-Paul Ballerine: „Der falsche Umgang mit Smartphones macht Geräte wie Iphone oder Blackberry zum Unternehmensrisiko.“ Auch Rainer Rehm von Siemens weist in der Webkolumne Security Corner auf mobile Gefahren für sensible Daten. Er will, dass Mobilfunkbetreiber künftig Sicherheits-Boxenstopps für Smartphones anbieten.

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